Am 01. September 1961 wird das "Staatliche Studienseminar für das Handelslehramt des höheren Dienstes" in Hildesheim gegründet.

Die Gründung geht einher mit dem Beschluss des Landtages, in Niedersachsen das "Handelslehramt des höheren Dienstes" zu schaffen. Es ist das erste Studienseminar für Lehrer an Wirtschaftsschulen in Niedersachsen. Am 01. Oktober 1961 beginnen 17 Referendarinnen und Referendare, nach einem halbjährigen Vorseminar an einer Wirtschaftsschule, ihren Vorbereitungsdienst am Studienseminar. Sie schließen ihn im Frühjahr 1963, nach 1 1/2 Jahren, mit der 2. Staatsprüfung ab. Diese besteht aus einer zweimonatigen pädagogischen Hausarbeit, zwei Lehrproben und einer mündlichen Prüfung von etwa einer Stunde Dauer.

Leiter des Studienseminars ist von der Gründung bis zum Jahr 1969 Dr. Dr. Wilhelm Guderjahn.
Er war in den 1940er Jahren Leiter der Wirtschaftsoberschule in Marienburg (Malbork) und Dozent für Berufs- und Wirtschaftspädagogik in Posen (Poznań). Von 1949 bis 1961 leitete er die Handelslehranstalten in Hameln. Er arbeitete an der Entwickung einer ersten "Ausbildungsverordnung für Referendare des Handelslehramtes" mit, gründete einen Arbeitskreis der Wirtschaftspädagogen an Studienseminaren und wurde in den Europarat delegiert, zur Gründung und zum Aufbau des ersten europäischen Fachbereichs der Wirtschaftspädagogik. Für dieses internationale Engagement wurde er 1973 mit dem Bundesverdienstkreuz ausgezeichnet.

In den ersten Jahres seines Bestehens ist das Studienseminar als Gast in zwei Räumen der Handelslehranstalt in der Wollenweberstroße 66 untergebracht. Die Handelslehranstalt, die heutige Friedrich-List-Schule, ist zunächst auch die alleinige Ausbildungsschule des Seminars. Erfahrene Lehrkräfte der Schule sind die Fachleiter der ersten Stunde.

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