Studienseminar Hildesheim für das Lehramt an berufsbildenden Schulen
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Als angehende Berufsschullehrerinnen und -lehrer wissen wir: Theorie ist wichtig, doch praktische Einblicke in Unternehmen bereichern ergänzend unseren Vorbereitungsdienst. Genau aus diesem Grund unternahm das Fachseminar Wirtschaftswissenschaften eine Exkursion zu der Privatbrauerei Herrenhausen GmbH. Das Ziel war es, Produktionsprozesse, betriebliche Abläufe und Marketingaktivitäten direkt vor Ort kennenzulernen und zugleich wertvolle Impulse für den eigenen Unterricht mitzunehmen.
Unser Tagesablauf:
- Betriebsbesichtigung durch „unseren“ Quereinsteiger Patrick Mewes mit Informationen rund um die wirtschaftliche Entwicklung und Geschichte des Unternehmens sowie den Produktions- und Logistikprozessen.
- Austausch mit Frau Heimann (Industriekauffrau und ehemalige Schülerin unserer Ausbildungsschule BBS Hannah Arendt Hannover).
- Gemeinsames Mittagessen in der LieblingsBar.
- Vorstellung einer Marketingkampagne zu den neuen Brausen des Unternehmens und Austausch mit der Marketingleiterin Frau König
- Reflexion des Arbeitstages
Den fachlichen Input haben wir in einer anknüpfenden Seminarsitzung vertieft und uns mit der Frage beschäftigt, inwieweit derartige Exkursionen didaktisch-methodisch sinnvoll in Lernsituationen integriert werden können. Dabei legten wir den Fokus auf die Lernfelder 1 („Das Unternehmen vorstellen und die eigene Rolle mitgestalten“) und 9 („Marketingkonzepte planen und umsetzen“) des Ausbildungsberufes Industriekaufmann/Industriekauffrau.
🎯 Rahmenlehrplan für den Ausbildungsberuf Industriekaufmann und Industriekauffrau
Ein großes Dankeschön senden wir an die Privatbrauerei Herrenhausen GmbH für die äußerst spannenden Einblicke, die Versorgung mit Kaffee und Keksen sowie der Verkostung von den (neuen) Produkten. 😎
Fazit: Ein gemeinschaftlicher und erkenntnisreicher Arbeitstag, der nach weiteren Exkursionen ruft!
Seminartag des Fachseminars Deutsch: Unseren Seminartag haben wir dazu genutzt, mit der Lernsituation „Lyrik im Beruflichen Gymnasium unterrichten – Thema: Liebeslyrik“ zu beginnen: Wie bringt man Schülerinnen und Schüler dazu, sich motiviert mit Lyrik zu beschäftigen? Wie schafft man es, trotzdem die Anforderungen der gymnasialen Oberstufe zu erfüllen? Zunächst haben wir Gedichte ausgewählt und sie vorgelesen – diese einfache Aufgabe zeigte schon, was Interpretation leisten kann: Berührende und aufrührende Interpretationen ergaben sich allein schon durch die Art des Vortrags. Eine Übertragung auf die Klassen erschien mit einigen Abwandlungen möglich.
Der Lyrikpodcast des Deutschlandfunk Kultur – Book of Songs zeigte uns, dass auch professionelle Interpretationen nicht viel anders vorgehen. Hier kam noch Musik hinzu, was das vorgestellte Gedicht von Gonca Özmen „Maulbeerenhain“ faszinierend und berührend machte. Auch der Vortrag durch eine männliche und eine weibliche Stimme wurde von uns gleich für den Unterricht als Möglichkeit adaptiert.
Hier wurde unsere Analyse eines guten Gedichts auch noch einmal vertieft und auf Liebeslyrik bezogen.
Über die produktionsorientierte Herangehensweise näherten wir uns der tiefgründigen Interpretation. Durch die genaue Analyse der curricularen Vorgabe (in diesem Fall dem Kerncurriculum für das Gymnasium – gymnasiale Oberstufe, die Gesamtschule – gymnasiale Oberstufe, das Berufliche Gymnasium, das Abendgymnasium, das Kolleg) und einer Auseinandersetzung mit wesentlichen Unterrichtsinhalten beendeten wir unsere Einheit – allerdings mehrere Seminarsitzungen nach dem Seminartag. ☺️